„Er hat einen Stich in die Magengrube bekommen“: dieser Verrat, den Emmanuel Macron immer noch nicht verdaut hat
Seit mehreren Wochen erlebt Emmanuel Macron einen beispiellosen politischen Sturm, der von seiner eigenen Mehrheit ausgeht und von denen, die ihm nahe stehen, als echte persönliche Verletzung des Präsidenten empfunden wird.
Seit mehreren Wochen erlebt Emmanuel Macron einen heftigen politischen Sturm. Nicht nur wegen der üblichen Kontroversen oder Kritik aus der Opposition, nein. Diesmal kommt der Aufruhr von einem unerwarteteren Ort: aus seiner Mehrheit. Und laut mehreren ihm nahestehenden Personen handelt es sich nicht einfach um eine politische Krise, sondern um einen echten persönlichen Schaden, mit dem der Präsident zu kämpfen hat.
Ein Satz, der viel sagt
Le Point veröffentlichte die Aussage einer dem Élysée sehr nahestehenden Persönlichkeit. Schockierender Satz: „Er hat einen Stich in den Bauch bekommen.“
Das ist keine triviale Formel. Es klingt heftig, fast intim. Und offensichtlich beschreiben so viele Menschen aus dem Umfeld des Élysée, was Macron in den letzten Wochen empfunden hat.
Es sei nicht nur eine politische Meinungsverschiedenheit, erklären sie. Es sind Personen, die er als Verbündete betrachtete, Menschen, denen er vertraut hatte, die ihn öffentlich kritisierten oder verließen. Und es tut weh. Wirklich.

Édouard Philippe: Von der Unterstützung zur Frontalkritik
Im Zentrum dieser politischen Wunde steht Édouard Philippe. Der ehemalige Premierminister, lange Zeit der Inbegriff makronistischer Loyalität, ist jetzt Vorsitzender der Horizons-Partei. Während einer Medienintervention auf France 2 sendete er eine klare Botschaft: Emmanuel Macron sollte über einen Austritt vor Ablauf seiner Amtszeit nachdenken, um „aus der Krise herauszukommen“.
Was den Präsidenten besonders beleidigte, war weniger die Empfehlung selbst als vielmehr deren Ursprung. Philippe ist kein Unbekannter. Seit Jahren ist er viel mehr als ein Verbündeter: konkrete Unterstützung, eine logistische und politische Stütze.
Die Spannung verschärfte sich, als er erklärte, dass er nicht versuche, den Präsidenten zu überzeugen, und bekräftigte, dass dies seiner Meinung nach der einzige Weg sei, „lange Monate der Vernichtung und Krise zu vermeiden“. Eine Formel, die im Umfeld des Präsidenten als äußerst ungeschickt, fast beleidigend galt.

Attal, ehemaliger rechter Mann, der ebenfalls wegzieht
Als ob dieser Rückschlag nicht genug wäre, stellte eine weitere wichtige Persönlichkeit die Strategie des Staatsoberhauptes öffentlich in Frage: Gabriel Attal. Der ehemalige Premierminister, der lange Zeit als Loyalist dargestellt wurde, brachte auf TF1 sein Unverständnis gegenüber bestimmten Anweisungen der Regierung zum Ausdruck und beschwor damit „ernsthafte Zeiten“ für Frankreich.
Für Macron ist das keine einfache Meinungsverschiedenheit. Es ist eine Form des doppelten Verrats, denn diese Kritik kommt weder von einem Widersacher noch von einem klassischen Gegner, sondern von einem Mann, den er unterstützt und begleitet hat, jemanden, den er als nahestehend, fast wie einen Schützling betrachtete.

Eine zerschmetterte Mehrheit und ein isolierter Präsident
Was aus all diesen Episoden hervorgeht, ist ein tiefes Gefühl der Isolation. Macron, der seine Mehrheit schon immer als einen geeinten, transversalen und kohärenten Block darstellen wollte, sieht sich mit widersprüchlichen Stimmen aus seinem eigenen Lager konfrontiert. Es ist nicht mehr nur eine politische Meinungsverschiedenheit, sondern die Tatsache, dass diejenigen, denen er vertraut hatte, ihm öffentlich den Rücken kehren.
Im Élysée-Palast sprechen manche vom Ende der automatischen Solidarität, einem inneren Zerfall, der noch vor Kurzem undenkbar schien. Für einen Präsidenten, der einen großen Teil seiner Laufbahn auf Zusammenhalt und kollektiver Loyalität aufgebaut hat, geht dieser Bruch weit über den Rahmen der Ideendebatte hinaus.

Politisch… aber auch menschlich
Über die institutionellen Fragen hinaus erinnert diese Sequenz an eine oft unterschätzte Realität: In der Politik zählen die menschlichen Dimensionen genauso viel wie die Strategien. Loyalität, Vertrauen, Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe... Emmanuel Macron hat diese Werte in den Mittelpunkt seiner Machtausübung gestellt. Heute scheinen genau diese Verbindungen schwächer zu werden.
Es handelt sich also nicht mehr nur um eine politische Krise, sondern um eine relationale, moralische, fast persönliche Krise, die eine ohnehin schon angespannte Mehrheit erschüttert. Und für einen Präsidenten, der es gewohnt ist, sein Image zu kontrollieren und jedes Wort zu kalibrieren, scheint dieser Verlust interner Bezugspunkte zweifellos eine der schwierigsten Prüfungen zu sein.

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